Den Briefkopf im Visier

Briefe schreiben die Menschen schon seit sehr langer Zeit. Der Gebrauch eines Briefbogens ist jedoch erst im 17. Jahrhundert im schönen Italien aufgekommen. Dort begann man, das Briefpapier mit Vordrucken auszustatten. Dieser Habitus verstärkte sich nach der Französischen Revolution und erlebte seinen Durchbruch mit der Erfindung der Lithografie durch Alois Senefelder Ende des 18. Jahrhunderts. Diesem Ereignis ist es zu verdanken, dass das gesamte 19. Jahrhundert zu einem ungeahnten Aufschwung von Briefpapier führte und wertvolle Briefköpfe in Form von Gebäuden und Allegorien hervor brachte. Auch heute erfreut sich der Briefbogen noch höchster Beliebtheit und wie es sich bei den Menschen so im Laufe der Zeit verhält, haben sich inzwischen gewisse Normen und Regeln in Bezug auf dessen Gestaltung durchgesetzt, die aufgrund der Nützlichkeit und ganz im Sinne der Etikette sorgsam eingehalten werden. Man unterscheidet beim Briefpapier zwischen dem privaten Papier und der geschäftlichen Korrespondenz. Beide Arten haben sich auf das Papierformat A4 festgelegt und stehen an sich im Dienste der Vereinfachung des Briefverkehrs. Wichtige Daten, die auf dem geschäftlichen Briefkopf festgehalten sein sollten, sind die Rechtsform des Unternehmens, die Postadresse und die Kontaktdaten, das Logo, die Bankverbindung und gegebenenfalls die Adresse der Website. Diese Daten sind die Mindestanforderung an ein geschäftliches Briefpapier. Oft ist es noch möglich, dass gefinkelterweise auch die Rückseite bedruckt wird. Sie führt dann etwa die Allgemeinen Geschäftsbedingungen an und ist stilvoll in etwas hellerer Schrift gehalten. Das Briefpapier mit Briefkopf kann ganz normal von Schreibmaschinen und Druckern beschrieben werden, man sollte jedoch beim Kauf bereits darauf achten, dass der Briefbogen auch für Laserdrucker geeignet ist. Hierfür gibt es auf der Papierverpackung einen deutlich sichtbaren Hinweis. Gerät nämlich ein Briefbogen in einen zu heißen Drucker und ist nicht resistent, kann der Briefkopf verunreinigt werden und möglicherweise gar nicht mehr leserlich sein.

Obwohl bedrucktes Briefpapier schon eine sehr edle Variante für die Korrespondenz zur Verfügung stellt, gibt es noch eine Steigerung, dessen Symbol das Wasserzeichen ist. Ein mit einem Wasserzeichen versehener Briefbogen strahlt Erhabenheit und Wohlstand aus und kann sich überall sehen lassen. Die Schwere des Papiers bewegt sich zwischen 70-120 g/m² und sollte vor dem Versand in einem Kuvert mit dem Format C6 nicht öfter als zwei Mal gefaltet werden. Ein Briefbogen ist nach wie vor ein sehr respektables Medium und besonders in Zeiten des raschen und kurzlebigen E-Mail-Verkehrs erkennen immer mehr Menschen den Wert des Briefe Schreibens und lassen sich dafür auch spezielles Briefpapier erstellen. Für Unternehmen gehören spezifizierte Briefbögen zur Geschäftsausstattung. In letzter Zeit werden immer mehr Aufträge an Druckereien vergeben, die auch online drucken. Der Boom um die Option des online drucken lässt sich leicht aus der einfachen Handhabung und Auftragserteilung erklären. Zudem wird unter den Kunden der Digitaldruck immer beliebter und das liegt auch an der positiven Mundpropaganda, welche dieses Verfahren mit sich bringt. Wenn die Rede auf Digitaldruck kommt, ist nicht von einer speziellen Technik die Rede, sondern die Bezeichnung fungiert als Überbegriff für Druckapparaturen welche den Druck ohne Zwischenmedium bewerkstelligen können. Ein weiterer großer Vorteil, und gleichzeitig wahrscheinlich der wahre Grund, ist die einfache Übertragung von Dateien an die Druckmaschine. Diese kann die Dateien einfach öffnen und beginnt im Anschluss die gewünschten Motive zu drucken. Dabei kann ein jedes Design unterschiedlich sein oder auch dasselbe Design tausend Mal gedruckt werden. Diese Feinheit macht, anders als bei anderen Druckern, keinen Unterschied beim Preis. Weiters ist es ein Leichtes auch auf der Rückseite zu drucken und gleichzeitig die Drucke noch zu sortieren. Wie man sehen kann, kommt der Digitaldruck der modernen Handhabung von Design sehr entgegen und kann gleichzeitig alle Erwartungen erfüllen, die ein Auftraggeber an den Druck von beispielsweise Briefpapier stellt.

Da der Briefkopf am oberen Ende vom Briefbogen eine repräsentative Funktion erfüllt, muss er in der Form des Corporate Design gehalten werden, soweit wir hier vom geschäftlichen Briefpapier sprechen. Ein seriöser Auftritt muss garantiert sein, weshalb das Design des Briefkopfes am besten dem Hausgrafiker übergeben werden sollte. Anhand seiner Schöpfung soll am besten dieser dann entscheiden, wo er das Briefpapier drucken lassen möchte. Es muss immer in Betracht gezogen werden, dass es sich dabei um Geschäftsausstattung handelt und das Corporate Design bestmöglich zur Geltung kommen sollte. Es wird ein kluger Schritt in eine kostengünstige Richtung sein, nicht nur die Druckereien in der Umgebung in die Marktforschung miteinzubeziehen, sondern auch online drucken als realistische Variante wahrzunehmen. Die Auftragserledigung erfolgt rasend schnell, die Qualität ist aufgrund des soliden Digitaldrucks sehr zufriedenstellend und außerdem zeigt sich in den meisten Kostenvoranschlägen, dass Drucken nicht teuer sein muss. Mitarbeiter in der Werbetechnik werden gerne bestätigen, dass der Aufschwung und online drucken nicht zufällig einhergehen und vor allem im positiven Feedback begründet liegen, das so viele User in Online Foren ganz offen kundtun. Der Digitaldruck hat eine ganz neue Welt der Druckmöglichkeiten für die Menschen und auch für die Werbetechnik eröffnet. Vom Briefpapier, über Visitenkarten bis zu Einladungskarten wird in puncto Geschäftsausstattung inzwischen der Großteil über online drucken abgewickelt und beim Bedrucken von T-Shirts und Planen ist der Marktanteil gar noch weiter in die Höhe geschnellt als bei den üblichen Geschäftsbereichen. Diese Zahlen zeigen anschaulich, dass es sich eigentlich keine Druckerei mehr leisten kann, kein Online Portal zu haben und dort online drucken anzubieten. Es wird aber auch immer schwieriger, sich durchzusetzen, wenn man Digitaldruck nur in kleinem Ausmaß anbietet. Die Werbetechnik wird sich mit der Zeit auf die neuen Gegebenheiten einstellen und so wird es die Kundschaft tun. Wie es scheint, wird der traditionelle Briefbogen aufgrund seiner Eleganz und Funktionalität all diese Entwicklungen ohne Kratzer überstehen. Eigentlich kann er ja nur gewinnen und mit einem noch besseren, noch schnelleren und noch kostengünstigeren Druck verziert werden und den Namen seines Absenders in die Welt tragen. So verbindet Digitaldruck die Welten und lässt Design, am PC oder Mac entworfen, auf Briefbögen in neuem Glanz erstrahlen und macht diese Technik zugänglich für jedermann. Der Geschäftsausstattung kommt diese Entwicklung jedenfalls sehr entgegen und wahrscheinlich wird in naher Zukunft viele Schreibtische ein edles Briefpapier zieren, das Kunden und Mitarbeiter auf positive Weise zu überraschen vermag.